Hosianna! Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste 7. Januar 2012
Hosianna!
von Przemek Zybowski
Adom, Mitte dreißig, übernächtigt, verläuft sich, vielleicht aus Zufall, in ein deutschpolnisches Kulturfest. Noch bevor das allzu versöhnliche Theater einer solchen Festlichkeit beginnen kann, entzündet sich für den Sohn polnischer Einwanderer an der gutgemeinten Atmosphäre Widerspruch. Voll Ironie reißt er den Abend an sich, indem er sich in seine Kindheit in Polen zurückversetzt und einen Tag heraufbeschwört, den er zu einem Tag der Abrechnung mit seiner Vergangenheit werden lässt; einen Tag, an dem er über sich selbst hinauswächst; einen Tag, an dem er sich schuldig macht. Verfolgt von rasenden Magyaren und langbeinigen Fliegerinnen führt ihn sein Sprachausbruch über Felder und Friedhöfe und schließlich...






