Die Internationale Photoszene Köln richtet 2026/27 bereits zum fünften Mal ihr einzigartiges Residenz- und Ausstellungsprogramm Artist Meets Archive aus. Gemeinsam mit dem Deutschen Tanzarchiv Köln, dem Archiv der Fotowerkstätte Schmölz, dem Greven Archiv Digital sowie dem LVR-Landesmuseum Bonn und FrauenMediaTurm Köln laden wir Künstler:innen ein, in vielfältige fotografische Bestände, Geschichten und Diskurse einzutauchen und eigene Auseinandersetzungen und Projekte zu entwickeln.
Die neue Ausgabe vereint erneut eine große Bandbreite verschiedener fotografischer Archive und Sammlungen, die die Vielschichtigkeit und Wandelbarkeit der Fotografie deutlich macht: als Medium der Berichterstattung oder des feministischen Aktivismus, der Dokumentation von Stadtgeschichte und räumlicher Veränderung oder der Interpretation von Bewegung und Tanz(geschichte). Sie verbindet umfangreiche Pressebildarchive mit Konvoluten und Nachlässen bedeutender Fotograf:innen, eröffnet unterschiedliche institutionelle Perspektiven auf Fotografie und rückt nicht zuletzt auch das (Bild-)Archiv im Spannungsfeld analoger und digitaler Ordnungen und Nutzungen in den Fokus.
Internationaler Open Call ab dem 5. Januar 2026
Am 5. Januar 2026 startet der Open Call, auf den sich Künstler:innen aus aller Welt für eine der Residenzen bewerben können. Die Bewerbung erfolgt über die digitalen Anmeldemasken der jeweiligen Archive und Sammlungen auf photoszene.de/artist-programme/artist-meets-archive-5. Die Deadline ist der 5. Februar 2026, 23:59 CET. Die Residencies finden im Sommer 2026 in den teilnehmenden Archiven und Sammlungen statt. Die daraus entstehenden Einzelausstellungen werden im Rahmen des Photoszene-Festivals im Mai 2027 gemeinsam feierlich eröffnet und gezeigt.
Jury und Auswahlverfahren
Die Auswahl der teilnehmenden Künstler:innen erfolgt im Rahmen eines Juryverfahrens im Februar 2026. Die Juries variieren je Archiv und bestehen aus Vertreter:innen der jeweiligen Institutionen, Heide Häusler (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin, Internationale Photoszene Köln), Daria Bona (Programmleiterin Artist Meets Archive, Internationale Photoszene Köln) sowie je einer externen Fachperson aus dem kuratorischen oder wissenschaftlichen Feld. Die externen Expert:innen werden Ende Januar öffentlich bekanntgegeben.
Über das Programm Artist Meets Archive
Artist Meets Archive ist das zentrale kuratierte Programm der Internationalen Photoszene, das die künstlerische Auseinandersetzung von Fotografie im Kontext von Archiven in den Fokus nimmt. Seit 2018 wird das erfolgreiche Residenz- und Ausstellungsprogramm in Kooperation mit wechselnden fotografischen Sammlungen und Archiven der Stadt Köln und der Region ausgerichtet. Bisher nahmen 12 Institutionen, darunter das Museum Ludwig, das Dombauarchiv, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Kölnische Stadtmuseum und Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur an dem Programm teil. In diesem Rahmen konnten 20 renommierte internationale Künstler:innen, unter ihnen Erik Kessels, Fiona Tan, Joan Fontcuberta, Ronit Porat und Lebohang Kganye, ihre spezifische Arbeitspraxis mit den jeweiligen Archiven verbinden und neue Geschichten abseits wissenschaftlicher Archivlogiken erzählen. Alle ausgewählten Künstler:innen bekommen mit der Einladung nach Köln die Möglichkeit, mit den fotografischen Beständen der Archive und Sammlungen zu arbeiten und davon ausgehend eine eigene künstlerische Auseinandersetzung zu entwickeln. Die daraus entstandenen Projekte werden im Folgejahr als Einzelausstellungen im Rahmen des Photoszene-Festivals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Wir sagen danke!
Artist Meets Archive #5 wird großzügig gefördert durch die Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Sparkassen Kulturstiftung Rheinland und die Sparkasse KölnBonn.
Quelle: Deutsches Tanzarchiv Köln
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