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Ausstellung: Ani Schulze & Isabel Nolan "GREIGE GHOSTS"

Sunday, 22. November 2026

12:00-18:00 Uhr

Die Ausstellung GREIGE GHOSTS von Ani Schulze und Isabel Nolan verwebt zwei internationale künstlerische Positionen zu einer gemeinsamen ortsspezifischen Installation in der Kunst-Station Sankt Peter Köln.
 
Auf Einladung der Kuratorin Anne Mager zeigen die in Köln lebende Künstlerin Ani Schulze und die Dubliner Künstlerin Isabel Nolan, die 2026 Irland auf der Biennale in Venedig vertritt, erstmalig gemeinsam ihre Arbeiten. Einem intensiven Austausch folgend, präsentieren sie in einem installativen Ausstellungsparcours neue, spezifisch für Sankt Peter entwickelte Skulpturen, Malereien, Fotografien und Zeichnungen neben bereits existierenden Werken. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist die detaillierte Auseinandersetzung mit dem architektonischen und sakralen Raum.
 
Spielerisch, subversiv, melancholisch – fast selbst gespensterhaft – greifen Isabel Nolan und Ani Schulze mit ihrer gemeinsamen Installation in den Kirchen- und Ausstellungsraum ein und spüren den Geistern der Vergangenheit, von Sankt Peter, des Museum Kolumba und Paul Thek nach. Gleichzeitig imitieren sie in ihren Werken essentielle Nutzungselemente der Kirche wie etwa das Mobiliar – Fenster, Bänke, Sockel und Vitrinen in dem in Sankt Peter allgegenwärtigen grau-beigen Farbton „Raffia Greige“ – und fügen sich somit unmittelbar in die Institution ein.
 
Beide Künstlerinnen bedienen sich in ihrer künstlerischen Praxis eines breit gefächerten medialen Spektrums: von Skulptur und Installation über Malerei und Zeichnung hin zu Video bei Ani Schulze und Text und Wandteppichen bei Isabel Nolan. Neben einer genreübergreifenden Arbeitsweise vereint sie das Interesse an zwischenmenschlichen Ordnungssystemen, gegenwärtigen und vergangenen Ritualen, kosmologischem Chaos und historisch-mythologischen Narrativen.
 
Die rund dreimonatige Ausstellung GREIGE GHOSTS bringt ortsspezifisch und länderübergreifend die zwei Künstlerinnen in einen direkten Dialog im und mit dem Kirchenraum zusammen. Sie bricht bewusst mit dem Prinzip der Einzelpräsentation in der Kunst-Station Sankt Peter, dessen Programm sich vor allem auf Soloausstellungen einzelner Künstler*innen konzentriert. Gleichzeitig erweitert sie den Anspruch eines Dialograums für Kunst, Architektur und Liturgie um den unmittelbaren künstlerischen Austausch zweier ungewöhnlicher zeitgenössischer Künstlerinnenpositionen.
 
Ohne sich gegenseitig zu vereinnahmen, verbindet die raumgreifende Ausstellung Bezüge zur Ausstellungsgeschichte von Sankt Peter, mythologische wie intime persönliche Referenzen und architektonische Bezüge. Zwischen kosmischer Ordnung und Chaos, Vergangenheit und Gegenwart, Spiritualität und Alltag, dringen Ani Schulze und Isabel Nolan in die unterschiedlichen Nischen von Sankt Peter ein und fragen mit hintergründigem Humor und inszenatorischem Reichtum: Who is allowed to haunt the church? Wessen Geist darf diesen Raum heimsuchen?

Ani Schulze & Isabel Nolan
GREIGE GHOSTS


Kunst-Station Sankt Peter
Jabachstr. 1, 50676 Köln | Cologne (Eingang | entrance: Leonhard-Tietz-Str. 6)

Eröffnung: Freitag, 6. November 2026, 17 Uhr
Opening: Friday, 6 November 2026, 5 pm 


Begrüßung | Welcoming: Guido Schlimbach
Einführung | Introduction: Anne Mager
Orgel | Organ Improvisation: Michael Veltman

06/Nov/2026 – 30/Jan/2027
Mi–So 12–18 Uhr | Wed–Sun 12–6 pm

Weitere Termine:
Samstag, 7. November 2026, 13/14 Uhr
Lunchkonzert Spezial & Ausstellungsrundgang
13 Uhr: Lunchkonzert
14 Uhr: Ausstellungsrundgang mit Ani Schulze und Anne Mager


Gefördert von der Kunststiftung NRW, Create Ireland und der Kölner Rubens Gesellschaft.

Abbildung: Isabel Nolan: Taming wildness through rhetoric (after Titian), water-based oil on canvas, 2026 (detail) 


 

Kunst-Station Sankt Peter

Jabachstraße 1
50676 KölnDeutschland
 

Sankt Peter ist die Kunst-Station, ein weltweit einzigartiges Profil einer modernen Gemeinde. Die Kunst-Station Sankt Peter ist der Ort des Dialogs zwischen Kunst und Religion, zwischen Kunst und Kirche, autonom und in Augenhöhe. Die Kunst wahrt den Respekt vor dem Heiligen Raum, kann gerade hier ihre Autonomie und Größe und Wucht entfalten.

 

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