07.06. – 16.06.2024 Ausstellung „Wörtliche Geometrie“ Ladenburg

1715150750Ein Projekt inspiriert durch die vom 07. Juni bis 16. Juni 2024 in Ladenburg stattfindenden Baden-Württembergischen Literaturtage. 

Ist es möglich, große Gefühle in reduzierter Form Bild werden zu lassen, sie sozusagen zu komprimieren, ohne dass sie ihre tiefgründige Aussage verlieren?

In Formen übersetzte Liedzeilen aus Herbert Grönemeyers „Der Weg“ oder aus „Am Fenster“ von City, Gedichte von Mascha Kaleko oder Rainer Maria Rilke, eigene Poesie, Filmszenen etc. zeigt die Malerin & Poetin Gudrun Schön-Stoll. 

Diese Komprimierungsprozesse präsentiert die Künstlerin in ihrer neuen Ausstellung im eigenen SHOWROOM, Kirchenstraße 47, 68526 Ladenburg 

Die erste Arbeit die sie in diese Richtung schuf, war noch während des Studiums eine Stegreifaufgabe von Prof. Hartmut Raiser. Kafkas „Die Verwandlung“ sollte bildlich übersetzt werden.

Statt Raum und Käfer zu zeichnen, setzte Schön-Stoll nach kurzer Überlegung die Aufgabe geometrisch um. Ordnete ein Dutzend Quadrate als Metapher für die Wohnung auf einem A2 Blatt an, setzte einen an zwei Seiten geöffneten Kreis als Metapher für Gregor Samsas Zimmer in die Mitte und ließ nach und nach die Öffnungen sich schließen, die Wände des Zimmers dicker, den Kreis kleiner werden und im letzten Quadrat verschwinden. 

Diese Initialzündung erfolgte vor nahezu 30 Jahren und ist die Basis für die geometrischen Kompositionen in den Arbeiten der Künstlerin. 

Abschließend mag ein Zitat der Malerin & Poetin den künstlerischen Impetus verdeutlichen: 

„Die geometrische Aussage von Gefühlen ist auf das Wesentliche reduziert und somit die wohl klarste Möglichkeit der künstlerischen Mitteilung".

Die Ausstellung wird am 02. Juni 2024 um 15:00 Uhr im SHOWROOM  eröffnet. Am 12. Juni liest die Künstlerin mit zwei weiteren Autorinnen anlässlich der Literaturtage am Bury-Denkmal, Neckarufer. 

Weitere Informationen unter www.schoenstoll.de 

Text /Foto © Gudrun Schön-Stoll / Katja Zundel
Abbildung: Schön-Stoll, „Licht und Schatten“ Text dazu: Wenn die Sonne im Zenit steht, werfen wir keinen sichtbaren Schatten, doch er wandert unsichtbar unter uns und im besten Fall gibt er Bodenhaftung

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